Der Zinnoberrote Merkur ist die, auf die Auflage bezogen, seltenste Briefmarke Europas und die mit Abstand wertvollste Briefmarke Österreichs. Der Zinnoberrote Merkur verdankt seinen Namen seiner charakteristischen Farbe und dem Bildmotiv, welches Merkur, den Götterboten der römischen Mythologie im Quadrat, von der Inschrift "K. K. Post - Zeitungsstämpel" umrahmt, zeigt. Dieser Entwurf stammte vom Österreicher Josef Axmann. Bei dieser philatelistischen Rarität handelt es sich nicht um eine gewöhnliche Freimarke, sondern um eine Zeitungsmarke, die zur Bezahlung des verbilligten Versandes von Zeitungen diente. Die Zeitungsmarke wurde geschnitten, das heißt unperforiert, ausgegeben.
Die hohen Werte eines Zinnoberroten Merkurs von bis zu 70.000 Euro setzen sich aus verschiedenen Faktoren zusammen. Die geringe Auflage, die extrem niedrige Nachfrage sowie die kurze Verwendungszeit zählen natürlich dazu. Hinzu kommt außerdem noch, dass sich Zeitungsmarken zur damaligen Zeit vor allem auf der Verpackung (Umhüllung) der Zeitungen befanden. Diese wurde so gut wie immer weggeworfen.
Am 19. September 2008 wurde ein Zinnoberroter Merkur im Wiener Dorotheum um 26.900 Euro versteigert, der Rufpreis lag bei 22.000 Euro.
Durch den hohen Wert des Zinnoberroten Merkurs wurde er Opfer zahlreicher Fälschungen. Vor allem der österreichische Briefmarkenhändler Sigmund Friedl sowie der Meisterfälscher Jean de Sperati nahmen sich der Fälschung dieser Zeitungsmarke an.
(Quelle: wikipedia)





