Ein Philatelist benötigt einige Werkzeuge zum angemessenen Umgang mit Briefmarken. Eine Briefmarken-Pinzette ist sein mit Abstand wichtigstes Hilfsmittel.
Sie hat stets abgerundete Ecken und glatte, möglichst polierte Innenflächen, da sie so keine Schäden an der Gummierung der Briefmarke anrichten kann.
Zum Erkennen der Zähnung einzelner Briefmarken benötigt der Philatelist einen Zähnungsschlüssel. Diesen gibt es in zahlreichen verschiedenen Ausführungen. Um ein Wasserzeichen im Briefmarkenpapier zu erkennen, kann der Sammler die Marke in eine Benzinschale mit chemisch reinem Benzin legen, worauf es nach kurzer Zeit sichtbar wird. Ein deutlich einfacheres Hilfsmittel sind moderne optische Wasserzeichensucher. Hier wird die Rückseite der Marke unter Druck einer durchsichtigen Kunststoffplatte seitlich angeleuchtet.
Um die verschiedenen Details einer Briefmarke genauer erkennen zu können, braucht der Briefmarkensammler eine Lupe. Eine UV-Lampe dient zum Erkennen von optischen Aufhellern oder phosphoreszierendem Papier, das manchmal bei modernen Briefmarken verwendet wird. Mit einem Mikrometer kann man die - bei manchen Ausgaben schwankende - Papierstärke der Briefmarke bestimmen.
(Die wichtigsten Hilfsmittel eines Philatelisten auf einen Blick)
Aufbewahrung von Briefmarken
Bei den heutigen Briefmarkenalben handelt es sich fast immer um Einsteckbücher. Es gibt jedoch auch so genannte Vordruckalben, in die man die gesuchte Briefmarke an einen vorgesehenen Platz stecken muss.
Für die Aufbewahrung von teuren Briefmarken gibt es spezielle Folien, die so genannten Klemmtaschen. Früher kam es oft vor, dass für diese Klarsichtstreifen noch Kunststofffolien mit briefmarkenschädigenden Weichmachern verwendet wurden. Nach ein paar Jahren erschienen die Marken braungelb und wurden damit oft minderwertig bis wertlos. Im Augenblick (2008) dauert eine Diskussion zwischen den verschiedenen Parteien (Hersteller, Sammler, Prüfer, Sachverständige) über die verschiedenen Fabrikate und ihre Einwirkungen auf die darin aufbewahrten Dinge an, wobei sich jede Partei bedeckt hält und weder Ross noch Reiter genannt werden. Jedoch scheint es, dass lediglich ein einziger Hersteller dieser Klarsichtstreifen und -hüllen Polystyrol verwendet, das absolut weichmacherfrei ist.
Unterlagen
Zu den wichtigsten Unterlagen des Philatelisten zählt der Briefmarkenkatalog. Es gibt meist mehrere verschiedene Kataloge für ein bestimmtes Sammelgebiet. Für weitere ergänzende Informationen dienen Fachzeitschriften für Briefmarken, in denen meist auch die neuesten Briefmarken des jeweiligen Landes vorgestellt werden. Außerdem wird das Studium von Handbüchern bzw. Spezialliteratur zu einzelnen Sammelgebieten unerlässlich, wenn ein Philatelist sich spezialisiert, d.h. sich auf ein oder mehrere überschaubare Gebiete festlegt. Dieser weiterführenden philatelistischen Literatur ist sehr viel mehr zu entnehmen, als den Briefmarkenkatalogen. Z.B. Auflistung und Bewertung von Spezialitäten (Plattenfehlern, Stempeln u.ä.), genaue Beschreibung der Echtheitsmerkmale der einzelnen Ausgaben, Erkennen von Fälschungen u.v.m.
(Quelle: wikipedia.org)




